Nachhaltige Zusammenarbeit der Integrationsakteure im Kreis Wesel

TC Blau-Weiss Moers ist Partner des Dialogs für Integration durch Sport

Am 14. Mai 2014 fand die Auftaktveranstaltung des Kreissportbundes Wesel (KSB Wesel) zum Dialog „Integration durch Sport“ statt. Über den gemeinsamen Dialog soll eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit der Integrationsakteure im Kreis Wesel angestoßen werden. Denn wir leben in einer Zuwanderungsgesellschaft, in der die Integration eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Der organisierte Sport bietet hier vielfältige Integrationspotenziale. In Austausch und Kooperation mit anderen Akteuren vor Ort sollen diesen gebündelt und so effizienter genutzt werden.

„Wir müssen uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Angesichts der demographischen Entwicklung ist Integration heute und in Zukunft eine zentrale Aufgabe der Sportvereine, insbesondere um den eigenen Nachwuchs zu sichern und damit den Verein langfristig zu erhalten. Für uns ist Integration ein wichtiger Bestandteil im Rahmen unseres Nachhaltigkeitskonzeptes„, sagte Andreas Schollmeier (1. Vorsitzender des TC Blau-Weiss Moers) im Rahmen der Veranstaltung.

Sowohl Heinrich Gundlach (Vorsitzender KSB Wesel) als auch Dr. Ansgar Müller (Landrat Kreis Wesel) und Cihan Sarica (Vorsitzender Integrationsrat Kreis Wesel) hoben die gesellschaftliche Funktion des Sports in seinen verschiedenen Bereichen (Gesundheit, Bewegung, Integration, etc.) hervor. Im Sport kann das stattfinden, was wir uns für die Integration und Gesellschaft wünschen: Abbau von Sprachbarrieren und Schaffung von Gemeinschaftsgefühl.

„Vergessen Sie dabei nicht die Wirkung des Ehrenamts. Wenn Migranten ein Ehrenamt übernehmen, dann ist die Integration gelungen“, ergänzte Heinrich Gundlach (Vorsitzender KSB Wesel).

Die Bevölkerung wird in Zukunft bunter und vielfältiger werden. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund beträgt heute in Moers bereits 28%. Dabei ist hiervon der überwiegende Anteil der Migranten (bisher) in Fußball- und Kampfsportvereinen oder gewerblichen Fitness- und Gesundheitsstudios aktiv. Die Nachfrage der Migranten nach Tennissport bezogen auf alle Sportarten beträgt lediglich weniger als 1%.

„Die Tennisvereine haben hier einen enormen Nachholbedarf“, erläuterte Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay von der Universität Bielefeld.

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Dr. Christa Kleindienst-Cachay stellte den Teilnehmern die Ergebnisse einer Studie zu den Integrationspotenzialen des Sportvereins vor; © Flaggschiff Film/Stephan de Leuw

Dabei bietet das Integrationsnetzwerk Verein Verbesserung sprachlicher Kompetenzen, Unterstützung der Bildungskarriere und Hilfen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Der TC Blau-Weiss Moers lebt die Integration bereits heute

Der TC Blau-Weiss Moers ist ein Ort der Vielfalt von Kultur und Herkunft. Die Trainer (Niederlande), der Platzwart (Italien) und die Mitglieder (Deutschland, England, Italien, Kroatien, Polen, Türkei, Vietnam) kommen aus verschiedenen Nationen. Die Integration von Menschen anderer Herkunft bedeutet für den TC Blau-Weiss Moers eine Chance für die Sportvereine und die Gesellschaft.

Insbesondere findet die Integration im TC Blau-Weiss Moers auch über die verschiedenen Schulkooperationen statt. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Schultennispräsentationen kommen Kinder verschiedener Herkunft zum Tennisplatz. So wird die Integration auch durch die Kooperation von Verein und Schulen über die gemeinsame Ausübung des Tennissports unterstützt.

Der TC Blau-Weiss Moers stellt sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung und wird auch in Zukunft seinen Beitrag zur erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leisten.